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Reif für die Insel? – Die Malediven von günstig bis teuer

Reif für die Insel? - Die Malediven von günstig bis teuer

Wer möchte nicht eine eigene paradiesische im blauen Meer besitzen? Chillen am eigenen Sandstrand, tauchen in der eigenen Lagune, das Riff direkt vor der Haustür und einen Palmengarten, in dem die schönsten tropischen Blumen blühen. Der Kauf einer Insel auf den Malediven kann diesen realistisch machen und der Käufer muss noch nicht einmal Multimillionär sein. Es ist nicht das Geld, was den Kauf einer Insel auf den Malediven so erschwert, wie so oft ist es die Bürokratie.

Ein wunderschönes Inselreich

Der Inselstaat der Malediven umfasst 1196 Inseln, von denen 220 bewohnt und 144 ausschließlich für touristische Zwecke genutzt werden. Der Staat verkauft hin und wieder einige der Inseln, unter anderem an russische Oligarchen oder an große Hotelketten, die ein weiteres Luxusressort am Traumstrand bauen. Meist haben nur die Makler und Investoren von einem solchen Kauf Kenntnis, hat die Insel hingegen den Besitzer gewechselt, steht es auch in der Zeitung. Viele träumen vom Kauf einer Insel auf den Malediven. Sie möchten dort ein paar gemütliche Hütten mit Dächern aus Palmenblättern bauen und ein kleines Restaurant eröffnen. Einfach ist es nicht, sich diesen Traum zu erfüllen, und ein gut gefülltes Bankkonto ist nicht in jedem Fall eine Garantie für den Erfolg.

Ein schwieriger Prozess

Wenn es um eine neue Ausschreibung für die Erschließung neuer Inseln geht, passiert das auf den Malediven durch den Präsidenten. Von diesem Moment an hat jeder Einheimische die , gegen den entsprechenden Preis einen Antrag zu kaufen. Mit diesem Antrag bewirbt er sich anschließend offiziell um die Insel. Es gibt allerdings einen Haken, denn ein solcher Antrag muss in jedem Fall ein stichhaltiges Konzept enthalten, was die touristische Nutzung der Insel beschreibt.

Das Konzept muss schlüssig sein und anschließend entscheidet ein Bieterverfahren, wer letztendlich die begehrte Insel bekommt. Wer den Zuschlag beim Kauf einer Insel der Malediven bekommt, darf sich für die nächsten 50 Jahre Besitzer dieser Insel nennen. In der Vergangenheit war es jedoch oftmals so, dass die Bieter finanziell nicht in der Lage waren, die Insel zu einer Touristeninsel zu machen. In diesem Fall begann die Suche nach einem finanzstarken Partner. Bis heute sind das in der Regel die großen Hotelketten, die solche Situationen zu ihrem Vorteil nutzen.

Was kostet eine Insel auf den Malediven?

Der Kauf einer Insel auf den Malediven ist relativ günstig. Wer ein großes Hotel bauen möchte, muss schon einen zweistelligen Millionenbetrag mitbringen. Die Regierung vergibt Inseln von zehn Hektar Größe und Inseln mit Lagunen ab 15 Hektar. Es sind aber auch Inseln im Angebot, die 50 Hektar haben. Inseln in ungünstiger Lage sind ab sechs Millionen US-Dollar zu haben, eine Lagune ist schon ab 1,25 Millionen US-Dollar im Angebot.

Rund um den Kauf einer Insel auf den Malediven gibt es bald neue Regeln. Die Regierung des Inselstaats will den Nutzungszeitraum auf 99 Jahren verlängern und ein Bieterverfahren soll es in Zukunft nicht mehr geben. Zudem will der Präsident Inseln und Lagunen in hervorragender Lage ebenfalls zum Verkauf anbieten, vermutlich steigen dann die Preise. Die zukünftigen Besitzer sollten im Übrigen auch Stelzen mitbringen, denn die Malediven leiden besonders unter der Klimaveränderung.

Die Malediven günstig und authentisch erleben

Kaum jemand denkt bei den Malediven an ein günstiges Urlaubsziel. Die Inseln im Indischen Ozean sind nur etwas für reiche Leute, die es sich leisten können, in den schicken Luxus-Resorts ihre Ferien zu verbringen. Das stimmt allerdings nicht so ganz. Seit einigen Jahren gibt es durchaus Alternativen und die Malediven günstig zu besuchen, ist kein Problem mehr. Wer einen auf den Malediven günstig gestalten möchte, muss jedoch auf die kleinen Inseln ausweichen, auf denen die Einheimischen leben.

Die Inseln boomen

Ob ein Urlaub auf den Malediven günstig oder teuer gebucht wird, spielt keine Rolle, denn die schönen Inseln boomen nach wie vor. Immer noch und immer wieder locken die traumhaften weißen Strände, das türkisblaue klare Meer und die Schatten spendenden Palmen. Kaum ein anderes Ferienparadies unter Palmen verzeichnet Jahr für Jahr mehr Besucher als die Malediven. Allein zwischen 2018 und 2019 wurden weitere 40 Resorts auf den Inseln gebaut, um der stetig steigenden Nachfrage überhaupt nachkommen zu können. Mehr als 120 luxuriöse Resorts gibt es bereits und sehr wahrscheinlich kommen auch im nächsten Jahren weitere dazu. Wer die Malediven günstig erleben will, sollte sich nach einer Unterkunft auf einer der schönen 180 Inseln umschauen, auf denen in der Hauptsache Einheimische leben.

Die Malediven günstig besuchen

Für Feriengäste sind jedoch nicht alle Inseln der Malediven zugänglich. Eine Insel, die einen Urlaub auf den Malediven günstig möglich macht, ist Dhigurah im Süd-Ari-Atoll. Diese Inseln blieben bislang vom Tourismus verschont, was sie so charmant macht. Dhigurah ist nur wenige Kilometer lang und es gibt einige einfache Häuser. Befestigte Straßen sind hier kein Thema, nur sandige Wege mit großen Schlaglöchern. Entsprechend langsam kommt man auf dieser Insel voran. Die Menschen fahren lieber mit dem Rad, dem Moped oder gehen zu Fuß, als das Auto zu nehmen. Wer seine haben will, ist auf dieser Malediveninsel auf jeden Fall richtig. Ideal sind die kleinen Apartmenthäuser mit maximal 42 Betten und einem nach allen Seiten offenem Restaurant. Das Essen ist gut, die Gäste können zudem Billard spielen. Wer die Malediven günstig erleben will, wird sich hier mit Sicherheit wohlfühlen.

Immer authentisch

Alle, die das echte Leben auf den Malediven erleben möchten, sollten abseits der überlaufenen Luxusinseln eine Unterkunft buchen. Auf den kleinen Inseln der Einheimischen ist der Urlaub noch authentisch und die ursprünglich. Die Preise für eine Übernachtung liegen umgerechnet bei 25,- Euro pro , auch das Essen, die Getränke sowie die Reiseandenken sind deutlich günstiger als auf den großen Hotelinseln. Die Besucher sind international und hinter der Rezeption von einigen kleinen Hotels steht sogar manchmal weibliches Personal. Für die muslimisch geprägten Inseln ist das eine kleine Revolution.

Wer die Malediven günstig und authentisch erleben möchte, kann das auf den kleinen Inseln, wie beispielsweise auf Dhigurah. Zu erreichen ist die Insel mit dem Schnellboot von Malé aus. Wenn das Boot im Minihafen anlegt, ist das wie die Landung im Paradies. Die Menschen dort sind gastfreundlich, jedoch müssen sich die Gäste auf den ganz eigenen Rhythmus der Insel einstellen. Hektik, sowie ein zu großes Angebot an Freizeitaktivitäten, wie auf den großen Inseln, sind ebenfalls unbekannt.

Bild: @ depositphotos.com / Wirestock

Tommy Weber