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Motten im Haus und was dagegen getan werden kann

Motten im Haus und was dagegen getan werden kann

Motten sind zwar keine im eigentlichen Sinne, die Krankheiten auf den Menschen übertragen können, aber sie sind lästig. Wer Motten im hat, will sie so schnell wieder loswerden, was leider nicht ganz so einfach ist. Es sind vor allem die Larven der Insekten, die, wie alle Teenager, einen unbändigen Hunger haben und alles fressen, was sie finden. Dazu gehören Pelze und Lederjacken, Stoffe und . Sie sagen allerdings auch nicht nein, wenn sie Getreideprodukte aller Art bekommen können, wie Trockenobst, Nüsse, Bohnen und Schokolade, die besonders beliebt ist.

Der Befall der Schädlinge im wird meistens erst bemerkt, wenn Fraßspuren an der und der Kleidung zu sehen sind. Motten, die lieber Lebensmittel fressen, entlarven sich sowohl durch sichtbare Fressspuren als auch durch ihren Kot, sowie die Gespinst- und Häutungsreste in der Speisekammer oder im Küchenschrank.

Wie lässt sich der Mottenbefall erkennen?

Motten scheuen das Licht und leben gerne im Verborgenen. Sind sie erwachsen, dann können sie nicht mehr wie die Larven fliegen, sondern müssen kriechen. Haben die erwachsenen im Kleiderschrank oder in der Kommode ein gemütliches Zuhause gefunden, lässt sich das an den kleinen Mottenraupen oder den mottenähnlichen Larven erkennen. Die sogenannten Gespinstkörper, die Hüllen, in denen die Puppen und Raupen so lange wohnen, bis sie zu Larven werden, verraten den Aufenthaltsort der Insekten.

Sind die Motten auf Nahrungsmittel aus, dann bilden sich in der Vorratskammer und in den Küchenschränken über den Vorräten sehr feine Gespinste, die wie die Fäden einer Spinne aussehen. Eingesponnen ist ebenso der Kot der Motten und sie legen Vorräte an, die wie kleine Klumpen aussehen. Die Häute, die sie zurücklassen sind ebenfalls ein sicheres Indiz für Motten im Haus. Selbst an den Verpackungen der Lebensmittel befinden sich Fraßspuren.

Nur die Larven fressen

Vielleicht klingt es etwas seltsam, aber die ausgewachsenen Motten im Haus fressen nicht mehr. Sie paaren sich nur noch und suchen anschließend nach einem geeigneten Platz, wo sie die Eier direkt im Substrat ablegen können. Daraus entwickeln sich dann die Larven, die möglichst viel fressen müssen, damit sie wachsen und sich Verpuppen können. Die Larven sind also die eigentlichen Schädlinge. Wer etwas gegen Motten unternehmen will, muss streng genommen die Larven bekämpfen und verhindern, dass aus ihnen erwachsene Tiere werden.

Die unterschiedlichen Mottenarten

Sie sehen so harmlos aus, aber wer den Fehler macht, Motten zu unterschätzen, muss bald mit angefressenen Nahrungsmitteln oder Löchern in Wäsche und Kleidung rechnen. Es gibt verschiedene Mottenarten, die alle ihre speziellen Fressgewohnheiten haben.

Die Dörrobstmotte

Die sieben bis neun Millimeter große Dörrobstmotte hat eine beachtliche Flügelspannweite von 15 bis 20 Millimeter und ist hellgrau bis graugelb gefärbt. Die Larven aber sind weiß, gelb, leicht rötlich und haben einen grünlichen Kopf. Diese Motten sind Meister der Tarnung, denn mit den jeweiligen Lebensmitteln, die sie fressen, ändert sich zugleich ihre Farbe. Wie der Name es schon verrät, gehört Dörrobst zu ihrer bevorzugten Nahrung.

Die Kleidermotte

Die vorderen Flügel der kleinen, nur sechs bis acht Millimeter großen Kleidermotte sind leuchtend goldbraun und die hinteren Flügel ausgefranst. Die zehn Millimeter großen Larven sind cremeweiß mit einem schönen goldbraunen Kopf. Sie lieben Stoffe und Textilien aller Art und sind selbst bei Temperaturen unter zehn Grad noch aktiv.

Die Pelzmotte

Die sandfarbene Pelzmotte ist nur sechs Millimeter groß und so etwas wie die Luxusvariante unter den Motten. Sie frisst nur Pelze und gilt als besonders schädlich. Die zehn Millimeter großen Larven leben in einem Kokon aus Seide, ihre Farbe richtet sich immer nach der Pelzart, die gerade gefressen wird. Die Pelzmotte ist zwar deutlich weniger verbreitet als die Kleidermotte, aber sie kann Kleidung aus feinem Leder und vor allem teure Pelze komplett ruinieren.

Die Kleistermotte

Nicht alle Motten sind schädlich für die Kleidung oder die Nahrung, es gibt auch Mottenarten, die nützlich sind. Die sechs bis zehn Millimeter große Kleistermotte ist nützlich, da sie Aas frisst und so ihre toten Verwandten „entsorgt“. Leider vermehren sich diese Motten nicht so schnell wie die anderen Motten und sie halten sich bevorzugt in nicht bewohnten und ungeheizten Häusern auf.

Was tun, damit die Motten nicht ins Haus kommen?

Motten den Zutritt zum Haus zu verweigern, ist schwer, denn sie nutzen jede Gelegenheit, sprich offene Türen und Fenster, um unbemerkt ins Haus zu gelangen. Vor allem am Abend, wenn im Haus die Lichter angehen, fühlen sie sich eingeladen. Mit nach Hause kommen sie auch oft nach einem Bummel über den Flohmarkt oder im Secondhandshop Laden. Einmal in ihrem neuen zu Hause angekommen, suchen sie sich eine ruhige und dunkle Ecke aus, um in aller ihre Eier abzulegen. Kleidermotten suchen sich eine Kommode oder einen Kleiderschrank, Lebensmittelmotten den Vorrat oder den Küchenschrank.

Motten mögen Dachböden, da sich im Dachsims oft Vogelnester befinden. Die Vögel sammeln Saaten und Früchte, an denen sich die Larven dann schadlos halten. Lagern Kleidungsstücke auf dem Dachboden, sollten sie in Plastiksäcke eingeschweißt sein, denn sonst finden die Kleidermotten reichlich Nahrung.

Wie können Motten erfolgreich bekämpft werden?

Die einzig gute Nachricht beim Thema Motten ist, dass sie für den Menschen kein gesundheitliches Risiko darstellen. Allerdings leiden die Vorräte und die Kleidung. Wer sich beispielsweise auf motten-alarm.de informiert, wird erfahren, was besonders wichtig ist, um Motten mit Erfolg zu bekämpfen. Zunächst muss der Ort des Befalls gefunden werden, was sehr langwierig werden kann. Bewährt haben sich sogenannte Motten-Pheromonfallen, mit denen die erwachsenen Tiere einfangen werden. Regelmäßiges Staubsaugen ist ebenso wichtig, vor allem rund um den befallenen Bereich, um auch die verfressenen Larven zu entfernen.

Mit einfachen Mitteln vorbeugen

Bei einem Befall müssen die Kleidung und die Wäsche gewaschen werden, angefressene Lebensmittel wandern in den Müll. Tisch- und Bettwäsche sowie Handtücher und Unterwäsche muss in der Waschmaschine bei 90° Grad gekocht werden, damit auch alle Eier und Larven abgetötet werden. Die Schränke und Kommoden, in denen sich die Motten häuslich niedergelassen haben, müssen gründlich mit einer lauwarmen Seifenlauge ausgewaschen werden. Um dem Befall von Motten einen Riegel vorzuschieben, ist es sinnvoll, Lavendelsäckchen oder Säckchen mit Kampfer in die Schränke und Kommoden zu legen. Lebensmittel aller Art sollten stets gut verschlossen oder in dichte Behälter gefüllt werden.

Bild: @ depositphotos.com / kittyfly

Tommy Weber