Die besten Tipps gegen den Herbstblues

Die besten Tipps gegen den Herbstblues

Die Tage werden kürzer, es ist am Abend wieder früher dunkel und wer auf dem unterwegs ist, sollte besser Handschuhe tragen. Dies sind die ersten untrüglichen Zeichen dafür, dass der da ist. Mit ihm kommt die depressive Stimmung, keiner der vier Jahreszeiten polarisiert die Menschen so sehr wie der Herbst. Herbstblues nennen viele das Gefühl am Ende des Sommers, wenn das Gemüt nicht mehr ganz so sonnig ist.

Während die einen wieder zu Kindern werden, Kastanien sammeln, bunte Blätter pressen und sich über jeden Laubhaufen freuen, bekommen die anderen den Übergang vom Sommer in den Herbst nur sehr schwer in den Griff. Sie frieren, sind ständig müde, haben die erste Erkältung und fühlen sich vollkommen deprimiert. Was tun gegen den Herbstblues? Rezepte gibt es viele.

Was unterscheidet den Herbstblues von der Depression?

Der Grund für den herbstlichen Blues ist schlicht der Mangel an Licht, da ja die Tage immer kürzer werden. Viele meinen, dass sie eine echte Depression erwischt hat, wenn der Herbstblues kommt. Das Gefühl, in ein Loch zufallen, ist ganz typisch für eine saisonal abhängige Depression, die kurz SAD genannt wird. Von einer solchen SAD ist immer die Rede, wenn die Symptome über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren immer zu einer ganz bestimmten Jahreszeit auftreten, in diesem Fall dem Herbst. Bei einem klassischen Herbstblues kommt es beispielsweise zu regelrechten Heißhungerattacken und damit zu einer Gewichtszunahme. Wer unter SAD leidet, verliert seinen Appetit und muss sich nicht selten zum Essen zwingen.

Alle, die in der dunklen Jahreszeit fühlen, dass sie sich immer deprimierter und elender fühlen, sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies ist auch denjenigen zu empfehlen, die plötzlich keine Lust mehr haben, nach draußen zu gehen und etwas zu unternehmen. Diese Anzeichen können auf eine echte Depression hinweisen.

Raus an die frische Luft

Um dem gefürchteten Herbstblues zu entkommen, hilft vor allem an der frischen Luft. Ideal ist es, so viel Licht wie möglich zu tanken, denn dann fällt es deutlich leichter, selbst bei schmuddeligem Herbstwetter besser aus dem Bett zu kommen. Der Grund dafür ist einfach: Das Licht, was vom menschlichen Körper über die Haut und die Augen aufgenommen wird, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Melanin-Haushalt. Dieses so wichtige Hormon ist für die Regulierung des Tag--Rhythmus zuständig und dafür verantwortlich, wenn am Morgen das Aufstehen so schwerfällt.

Alle, die sich im Herbst permanent müde fühlen, sollten mit dem Rad zur Arbeit fahren oder zu Fuß gehen. Dabei lässt sich viel Tageslicht tanken und wer dabei die Hände nicht in der Jacken- oder Manteltasche versteckt, kann zugleich über die Hände noch viel Licht aufnehmen.

Möglichst viel schlafen

Warum machen Bären und Murmeltiere eigentlich einen so langen Winterschlaf? Sie wissen genau, dass es draußen kalt und ungemütlich ist, dass die nicht scheint und das Angebot an Nahrung schlecht ist. Sie nutzen die kalte Jahreszeit, um wieder Kraft für den kommenden Frühling und Sommer zu sammeln. Menschen können zwar keinen so langen Winterschlaf halten, aber wer viel schläft, kommt besser durch den Herbst. Früher ins Bett gehen ist eine sehr gute Idee, denn der Körper braucht im Herbst und im Winter längere Ruhezeiten. Hier kommt wieder das Hormon Melanin ins Spiel, was verstärkt ausgeschüttet wird, wenn die Tage langsam, aber sicher kürzer werden.

Wer um 21:00 Uhr zu gähnen anfängt, sollte diesem Signal des Körpers ruhig nachgeben und sich ins warme und gemütliche Bett kuscheln. Am Morgen, wenn es draußen noch stockdunkel ist, nach dem nervigen Wecker zu tasten, macht nicht besonders viel Spaß. Besser ist das Wecken mit einem sogenannten Tageslichtwecker. Dieser simuliert über einen vorher festgelegten Zeitraum einen Sonnenaufgang und sorgt so für viel Licht am Morgen.

Auf das Frühstück kommt es an

Eine Scheibe Brot mit Marmelade oder mit fetter Wurst zum Frühstück ist ebenso falsch wie eine Schale Cornflakes mit eiskalter Milch. Wer dem Herbstblues auch kulinarisch entkommen möchte, sollte im Herbst auf warmen Porridge umsteigen. Im Herbst und im Winter ist der warme, leckere Brei aus Hafer der beste Start in den Tag. Er bringt den Körper auf Touren und versorgt ihn außerdem mit Eiweiß, gutem , mit Kohlenhydraten und wichtigen Ballaststoffen. Porridge hält sehr lange satt und schützt vor den so gefürchteten Heißhungerattacken, die der Herbst mit sich bringt.

Tee trinken und glücklich sein

Tee ist das perfekte für die kalte und nasse Jahreszeit. Tee macht genauso munter wie Kaffee, aber er hält länger warm als Kaffee es kann. Da der Herbst auch die Zeit der Erkältungen ist, sollte es Tee aus der Ingwerwurzel sein. Ingwer hat die Fähigkeit, wunderbar von innen zu wärmen und den Kreislauf ordentlich auf Trab zu bringen. Die exotische Wurzel enthält neben reichlich Magnesium noch sehr viel Vitamin C, Calcium, Eisen und Kalium. Diese Zutaten sind der ideale Mix, um das Immunsystem vor Erkältungen zu schützen. Morgens und am Abend je eine Tasse, vielleicht mit Honig gesüßt, und weder der Herbstblues noch der grippale Infekt haben eine Chance.

Viel Sport treiben

Im Herbst und im Winter zu treiben, fällt nicht immer ganz so leicht. Wer gerne joggt, muss wahrscheinlich den berühmten inneren Schweinehund überwinden. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass Sport ein sehr gutes Antidepressivum ist. Alle, die regelmäßig trainieren, sind nicht nur fitter und fühlen sich ausgeglichener, sie haben im Frühling auch die bessere Figur. Sport hilft außerdem bei Verspannungen, die speziell im Herbst und Winter auftreten, wenn die Kälte durch die Kleidung kriecht. Viele Menschen neigen dann dazu, die Schultern nach oben zu ziehen, was schmerzhafte Verspannungen zur Folge hat.

und Pilates sind ausgezeichnete Mittel, um diesen unangenehmen Verspannungen zu entgehen. Bei den sanften Bewegungen werden die Muskeln aufgelockert und die Durchblutung angeregt, Verspannungen sind dann kein Thema mehr.

Lachen ist gesund

Das wohl beste Mittel gegen den Herbstblues ist es, so viel wie möglich zu lachen oder wenigstens viel zu lächeln. Dass Lachen ist, haben die Forschungsergebnisse untermauert. Alle, die einmal von Herzen lachen, bewegen dabei mehr als 100 Muskeln, zugleich steigern sie ihre Durchblutung und nehmen damit mehr Sauerstoff auf. Lachen ist also nicht nur eine gute Sache für das Herz-/Kreislaufsystem, sondern auch ein besonders effektives Mittel gegen den Herbstblues.

Bild: @ depositphotos.com / PantherMediaSeller

Tommy Weber