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WordPress und WordPress MU werden ab Version 3 eins

Wie nun diverse Quellen berichten, soll die MultiUser-Variante von WordPress mit der „normalen“ Version verschmolzen werden. Als Perspektive wird dafür Version 3 genannt und die Information als gesichtert angesehen, immerhin stammt sie vom WordPress-Entwickler Matt Mullenweg selbst.

Potenziale der Verschmelzung

WordPress und WordPress Mu sind nahezu identisch, der Code ist zu fast 100% der Selbe. Macht allerdings die normale WordPress-Variante einen Versionssprung, dauert es meistens einige Wochen, bis auch die aktuelle WPMU-Variante folgt. Hier können zukünftig also Entwickler-Ressourcen gespart werden, wenn es keine getrennten Updates-Stränge mehr geben muss.

Für den normalen Benutzer ändert sich zweifelsohne mehr. Verschmelzen beide Versionen, wird das Standard-Wordpress MultiUser fähig – so trivial das klingt. Das heisst, es ist zukünftig möglich ein eventuelles Zweit-Blog leicht und ohne großen Aufwand anzulegen. Der Vorteil: Zentrales Backend mit Plugin-Verwaltung & Co. Betreibt man bereits mehrere Blogs ohne WPMU, fällt die ganze Updaterei flach und man spart sich unnötige Arbeit. Das kann WordPress auch ein Stück sicherer machen, falls so nötige Sicherheitsupdates (auch in Erweiterungen) nur aus Faulheit nicht installiert werden.

Für bereits aktive  Blogger ist der Schritt dahin, ein Zweitblog zu eröffnen wesentlich geringer. Läuft es so wie bisher, ist ein fertig konfiguriertes (!) Blog mit den nötigen Erweiterungen innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Dadurch könnte eine breitere Welle an themenzentrierten Nischenblogs entstehen, da die Einstiegshürde für bereits aktive Blogger nun wesentlich geringer sind.

Und dann kommt das große Updaten…

Das heisst aber im Umkehrschluss auch, dass bei der neuen Version das „große Updaten“ ansteht. Betreibt man schon mehrere Blogs, wird man diese unter Umständen zusammenführen wollen. Einträge, Kommentare, Tags, usw. müssen also exportiert und dann wieder importiert werden, was aber bereits jetz tleicht möglich ist. Aber auch deventuel divergierende Einstellungen und Plugins müssen unter einen Hut gebracht werden – da wird es sicherlich einige interessante Konstellationen geben.

Das größere Herausforderung kommt aber auf die Plugin-Entwickler zu: Noch sind zahlreiche Plugins nicht WPMU fähig und laufen nur im Standalone-Wordpress. Da wird eventuell das ein oder andere liebgewonnene Plugin den Weg nicht in die neue Version finden.

Wie geht es dann weiter?

Interessant wird sein, welche Auswirkungen die Entwicklung auf BuddyPress haben wird. Mit BuddyPress kann man sich schon heute sein eigenes SocialNetwork bauen – auf Basis von WordPress MU. Mit der Verschmelzung beider Versionen erhöht sich spontan der technische Nährboden für BuddyPress-Installationen. Denkbar (und auch wünschenswert) wäre es, wenn die Integration weiterer sozialer Techniken und Werkzeuge dadurch noch stärker in WordPress Einzug hält.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist doch mal was. Da bin ich sehr gespannt und freudig vor Erwartung – befürchte jedoch ebenso wie du dass es wahrscheinlich vermehrt zu Plugin-Störfällen kommen wird. Jedoch mag ich noch keine kritische Haltung einnehmen. Schliesslich kennen die Entwickler diese Probleme selbst. Ob diese Probleme ernst genommen werden, steht aber wiederum auf einem anderem Papier.

    Wir wollen hoffen und dürfen gespannt sein,

    Paul Hamann

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