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Der Grüne Online-Wahlkampf 2010

Seit 2006 bin ich bei den Grünen NRW angestellt, zuerst als freier Mitarbeiter und dann als festangestellter Webmaster (seit 2011 als „Referent für Online-Kommunikation“). Mit der Zeit hat sich das Aufgabenfeld auch massiv gewandelt – technische Entwicklung, Betreuung und Monitoring der Social Media Aktivitäten und die strategische Ausrichtung sind Kernaufgaben meiner Arbeit. Bisheriger Höhepunkt ist der Landtagswahlkampf 2010. Pünktlich zum Jahresanfang ging die schon in die Jahre gekommene Website neu an den Start.

Auffällig ist vor allem die neue optische Gestaltung – eindeutig Grün, modern und innovativ. Um den unterschiedlichen Besuchern den Zugang zu relevanten Inhalten so einfach wie möglich zu machen, geht die Website neue Wege in der Benutzerführung: Inhalte werden entsprechend priorisiert und über zwei verschiedene Hauptnavigationen unterschiedlich ausgegeben; nahezu jeder Inhalte ist mit einem Klick zu erreichen. Speziell die Aufbereitung der Inhalte wurde drastisch verändert. Pressemitteilungen treten deutlich in den Hintergrund, stattdessen werden Inhalte explizit redaktionell aufbereitet und oft zusätzlich multimedial aufbereitet.

Neben der obligatorischen Darstellung von Informationen erfüllt die Website zwei maßgebliche Aufgaben: Sie ist Portal- und Dialogplattform für Grüne Politik in NRW zugleich. Als zentrale Anlaufstelle aggregiert sie nicht nur Inhalte aus den sozialen Kanälen, die der Landesverband nutzt, sondern auch aktiver Wahlkämpfer und Mandatsträger. Diese Offenheit wird auch bei den Inhalten deutlich, sämtliche Artikel sind kommentierbar.

Eine grundlegende Einführung in den Online-Landtagswahlkampf 2010 habe ich als Gastbeitrag im Blog Homopoliticus veröffentlicht unter dem Titel Macht Mehr Möglich – Die GRÜNE Dauerkampagne im Netz.

In sämtlichen Medienberichten wurde der Grüne Internetwahlkampf gelobt und dabei ausschließlich als führend in NRW beschrieben. So schreiben die WDR-Wahlbeobachter:

Die Grünen haben die mit Abstand „zweinulligste“Homepage der fünf großen Parteien in NRW. Auf gruene-nrw.de finden die Nutzer zunächst mal die Standards gut umgesetzt. Das Wahlprogramm ist mit einem Klick erreichbar, es gibt Veranstaltungs-Termine und aktuelle Statements in einem Blog. Die Grünen fahren so ziemlich alles auf, was das Web 2.0 zu bieten hat. Wer das nicht mag, findet die Seite vielleicht etwas überladen.

Besonders außergewöhnlich: Die große NRW-Karte, auf der im Sekundentakt Meldungen von Kandidaten aufblitzen, die diese in letzter Zeit auf Twitter, Facebook und Co. veröffentlicht haben. Würde es diese Funktion nicht geben, wir wüssten nicht, dass Martin-Sebastian Abel (Platz 26 der Landesliste) Mittwochabend (07.04.10) noch mal weg war: „laufen und die Luft genießen“.

Für Menschen, die sich nur selten mit Politik beschäftigen, bieten die Grünen viele Erklärungen. Zum Beispiel wird Schritt für Schritt erläutert, wie Briefwahl beantragt wird. Das Wahlprogramm gibt es, insbesondere für Menschen mit Behinderung, in „leichter Sprache“. Außerdem werden in einem Glossar die „großen Worte“ definiert, also Schlagworte, die Politiker gerne benutzen, ohne sie zu erklären. Wenn diese Erklärungen auch noch neutral, ohne Grünen-Standpunkt daherkämen, wäre das Angebot perfekt.

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